Schon überprüft: Ist Euer Blog dabei? Die Vorschlagsphase für die sechsten BOBs Awards geht noch bis zum 14. Februar! Bis dahin könnt Ihr Euer Blog, Podcast oder Videoblog für den Wettbewerb vorschlagen oder Eure Lieblingsblogs in der Blogopedia, unserem Blogverzeichnis, eintragen und vorschlagen. Überprüft einfach die Detailseite des Blogs und setzt die entsprechenden Häkchen bei den passenden Kategorien.
Neu bei den BOBs ist die Sprache Bengalisch und eine neue Preiskategorie, der "Special Topic Award Climate Change". Hier werden Blogs, Podcasts oder Videoblogs gewürdigt, die sich in herausragender Weise dem Thema Klimawandel widmen.
Ab dem 15. Februar ist die Jury am Zug und wählt aus allen Vorschlägen die Nominierten aus - 11 Blogs für jede der 17 Kategorien. Die Gewinner der BOBs Awards werden erstmals im Rahmen Internetkonferenz re:publica10 am 15. April 2010 verkündet.
2010-01-31
Iran: Menschenjagd 2.0
Die Netz-Solidarität mit den Aufständischen im Iran nach der Wahl im Sommer 2009 war groß. Überall auf der Welt färbten Twitter-User ihren Avatar grün ein, gaben als Wohnort den Iran an und sendeten Videos, Bilder und Blogeinträge weiter. Die Empörung über die erschütternden Bilder aus dem Iran war groß und nahm dann ab. Es wurde still. Es gab andere Themen. Die Solidarität wurde schal, langweilig und schließlich wurde sie vergessen. Zurück in den Alltag.
The latest, published Monday, displays 47 images containing about 100 faces circled in red – adding to the 38 photos published last week with 65 faces circled. The announcement offered readers a hotline and a website to give Iranian police tips on the identity of those individuals.
Auf der Pro-Ahmadinedschad Nachrichtenseite Raja News im Iran wurden vor einigen Wochen Bilder von Demonstranten veröffentlicht. Ihre Gesichter sind rot umkreist, die Leser der Nachrichtenseite werden aufgefordert der Polizei Hinweise über die Identität der Personen zu geben. Es gibt sogar eine telefonische Hotline. Menschenjagd 2.0.
Nachdem die Opposition und die Demonstranten auf der Straße mobile Endgeräte, Social Media und das Internet für ihren Protest genutzt haben, schlägt die Regierung zurück. Über so genannte „Mirror-Sites“, die die Webseiten Internationaler Organisationen und von Nachrichtenanbietern kopieren, versucht man an Kontaktdaten von Oppositionellen zu gelangen.
Währenddessen sitzen Blogger und Bürgerrechtsaktivisten im Iran weiter im Gefängnis. Die Reporter ohne Grenzen berichten über Mehrdad Rahimi und Kouhyar Goudarzi. Beide haben für eine Website der Opposition gearbeitet. Beide sitzen in Haft. Beiden droht die Todesstrafe. Sie sind als als Häretiker und Moharebeh ("Kampf gegen Gott") angeklagt. Vor einigen Tagen waren die beiden Oppositionsanhänger Arash Rahmanipur und Mohammad Reza Alizamani hingerichtet worden.
Marcus Bösch Foto: Screenshot Raja News / bearbeitet
2010-01-19
Computer haben keine Tastatur mehr
2015: Die Regierung schaltet das Internet vollständig ab und führt einen zentralen Onlinecomputer ein.
Han Han ist 27. Er hat die Schule abgebrochen, ist Rennfahrer, Bestseller-Autor, er singt, hat Affären mit chinesischen Popstars (sagt meine chinesische Kollegin Diana) und - er ist der wohl meistgelesene Blogger der Welt. Sein Blog wurde 306 Millionen mal angeklickt, schreibt die Financial Times.
Seine Schreckensvision für 2015: Die Regierung schaltet das Internet vollständig ab und führt einen zentralen Onlinecomputer ein. Computer haben keine Tastatur mehr, sondern nur noch eine Maus. Der Kölner Stadtanzeiger hat - dankenswerterweise - eine gekürzte Version des Blogpostings übersetzt.
Marcus Bösch Foto: US Army / Public Domain
2009-12-22
Die heißesten Medientrends 2010
Das Lied Qué Será, Será wurde von Ray Evans und Jay Livingston im Jahr 1956 für den Film 'Der Mann, der zuviel' wußte von Alfred Hitchcock geschrieben. Es wurde im Film von Doris Day gesungen und erhielt 1957 eine Oscar-Auszeichnung als bester Song.
In Großbritannien erreichte es Platz Eins der Hitparade, in den USA war es ein Nummer-zwei-Hit und Millionenseller. Von 1968 bis 1973 war das Lied die Erkennungsmelodie der Doris Day Show im US-amerikanischen Fernsehen. Das steht alles bei Wikipedia. Na und?
Qué será, será ist Spanisch und heißt 'Es kommt, wie es kommt.' Im Lied stellt ein Kind der Mutter Fragen nach der Zukunft. Als das Kind aufgewachsen ist, fragt das Kind des inzwischen zur Frau gereiften Mädchens wieder. Die Antwort lautet - natürlich immer noch: Qué será, será. Daran musste ich kurz beim Scannen von gefühlten vierhundert Trendvorschauen für das Jahr 2010 denken.
Marcus Bösch Foto: Flickr / Creative Commons / Kevindooley
2009-12-09
Die BOBs @ LeWeb Paris
Der erste Tag auf der LeWeb Konferenz geht zu Ende. Unsere charmanten Hostessen haben mutig alle Vorschläge der anwesenden Blogger entgegen genommen. Falls Ihr es heute nicht geschafft habt, vorbei zu kommen und Euch die coole Sonnenbrille zu holen: Morgen ab neun sind wir wieder für Euch da! Für die Unglücklichen, die gerade nicht in Paris sind, gibt es natürlich noch die Möglichkeit, sich online zu registrieren (allerdings ohne Sonnenbrille) ...
2009-12-02
Start der 6. Deutsche Welle Blog Awards
Weltweit die besten Blogs gesucht
Jetzt sind wieder Eure Vorschläge gefragt: Die sechste Ausgabe der BOBs Awards ist gestartet. Schaut doch mal in der Blogopedia nach, wenn Euer Blog schon eingetragen ist, müsst Ihr das nicht noch mal tun, sondern könnt es gleich auf der Detailseite in der Blogopedia für den aktuellen Award vorschlagen.
Die Eingabe der Vorschläge ist bis einschließlich zum 14. Februar 2010 möglich. Teilnehmen können Weblogs, Podcasts und Videoblogs aus der ganzen Welt, die in Arabisch, Bengalisch, Chinesisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Indonesisch, Persisch, Portugiesisch, Russisch oder Spanisch geschrieben oder produziert sind. Alle anderen Termine gibt es im Fahrplan.
Verkündung der Preisträger auf der re:publica
Die Jury der BOBs wird ihre Gewinner erstmals im Rahmen Internetkonferenz re:publica10 im April 2010 verkünden. Außerdem wurde mit Bengalisch eine weitere Sprache bei den BOBs aufgenommen. Zu den bisherigen 16 Preiskategorien kommt mit dieser Ausgabe der BOBs der "Special Topic Award Climate Change" hinzu. Hier sollen Blogs oder Podcasts gewürdigt werden, die sich in herausragender Weise dem Thema Klimawandel widmen.
2009-12-04
Zum Start der BOBs besuchen wir die LeWeb
In der kommenden Woche werden wir uns die LeWeb Konferenz in Paris anschauen (9. Und 10. Dezember). Mit über 2000 Besuchern aus 46 Ländern ist die LeWeb die größte Internetkonferenz in Europa. Da wir am kommenden Montag die sechste Ausgabe der BOBs starten, ist dies eine schöne Gelegenheit, um den Besuchern der Konferenz die Möglichkeit zu geben, direkt ihre Blogs und Podcasts für den Wettbewerb vorzuschlagen. Wir werden dort in der Demo Zone einen Stand haben, an dem man uns besuchen kann. Für jeden, der an unserem Stand einen Kandidaten für den Wettbewerb vorschlägt, haben wir ein nettes Geschenk parat – solange der Vorrat reicht, natürlich.
Alle weiteren News zum Start gibt es am Montag.
2009-12-01
Die Zukunft wird natürlich - mal wieder - schlimm
Frank Schirrmacher ist Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Buchautor. In seinen Büchern pickt sich Frank Schirrmacher meistens ein aktuelles gesellschaftliches Thema heraus, sammelt, analysiert und fasst Studien zusammen und dann warnt Schirrmacher in kulturpessimistischem Ton vor den eigenen Prognosen.
Sein aktuelles Buch hat den etwas sperrigen Titel: Payback: Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie wir die Kontrolle über unser Denken zurückgewinnen.
Das Buch und die darin behandelte Thematik, die Bloggern nicht ganz unwichtig ist, haben zu einer kleinen Eruption in der Blogosphäre geführt:
"Diesmal ist es der Computer, das vernetzte Denken, das Schirrmacher keine Ruhe lässt und in Panik versetzt – das Internet zermanscht unser Gehirn, wie es der Kampagnero vom Main so griffig formuliert", bloggt Spiegelfechter Jens Berger.
"Hätte er in seinem neuen Buch 'Payback' mit der gleichen Energie und intellektuellen Brillianz auch nach den positiven Seiten des Netzes gesucht – sein Buch hätte ein echter Debattenmeilenstein werden können" bloggt CARTA-Autor Matthias Schwenk.
Der interessanteste Beitrag zur Schirrmacher-Debatte erwähnt den Namen Schirrmacher übrigens genau keinmal. In ihrer Internetkolumne "Standardsituationen der Technologiekritik" dröselt die Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Kathrin Passig sämtliche Stufen der Technologiekritik auseinander und belegt sie mit großartigen Beispielen aus der langen Menschheitsgeschichte.
Da der Text mehr als 25.000 Zeichen hat, hier Kathrin Passigs neun Standardsituationen der Technologiekritik in Kurzform:
1) Wozu soll das den gut sein?
2) Wer will denn so was?
3) Die Einzigen, die das Neue wollen, sind zweifelhafte oder privilegierte Minderheiten.
4) Aber vielleicht geht es ja auch einfach wieder weg.
5) Die Auswirkungen des Neuen einfach leugnen.
5a) Es handelt sich dabei um ein schönes Spielzeug. 5b) Mit der neuen Technik lässt sich kein Geld verdienen. 5c) Die Beteiligten haben sich ja gar nichts mitzuteilen.
6) Es ist also im Prinzip ganz gut, aber nicht gut genug.
7) Schwächere als ich können damit nicht umgehen!
8) Wie benutzt man das Ganze richtig? Etikettefragen!
9) Hat die neue Technik mit Denken, Schreiben oder Lesen zu tun, dann verändert sie, Argument neun, ganz sicher unsere Denk-, Schreib- und Lesetechniken zum Schlechteren.
Marcus Bösch Foto: Flickr / Creative Commons *MarS
2009-11-21
Das nächste große Ding?
Okay, Sie haben Twitter jetzt wahrscheinlich verstanden. Es gibt keine Zeitung, kein Magazin, keinen Fernsehsender und keine Radiostation mehr in Deutschland, die oder der inzwischen nicht über den Microblogging-Dienst berichtet hat.
Aber was kommt jetzt? Diese Frage stellt man sich in Web 2.0-Kreisen. Denn es muss ja weitergehen. Jede Woche gibt es hier oder da oder dort einen neuen kleinen Dienst. Jedem davon wohnt der immanente Zauber inne: Vielleicht revolutioniert hier jemand die (virtuelle) Welt.
Recht neu mit im Rennen ist Foursquare. Im März 2009 auf der South by Southwest Conference vorgestellt, berichtet das amerikanische Tech-Blog Mashable bereits im Juli Warum Foursquare das nächste Twitter sein könnte. Foursquare ist ein so genanntes Location-Based Social Network. Es funktioniert am besten auf modernen Mobiltelefonen mit Internetzugang, denn die haben einen eingebauten GPS-Chip.
Das Grundprinzip von Foursquare: Man teilt seinen Freunden mit ,wo man sich gerade aufhält. Dafür bekommt man Punkte und Auszeichnungen. Hört sich einfach und doof an? Macht aber Spaß und entwickelt bisweilen eine Eigendynamik! Und die ist auch dringend notwendig. Denn viele Dienste scheitern an der mangelnden Motivation der Nutzer. Der handfeste Nutzen von Location Bases Services: Man findet seine Freunde schneller und kann Orte mit "virtuellen Informationen" versehen. Bin ich in einer fremden Stadt kann ich auf Empfehlungen anderer Nutzer zurückgreifen und diese sogar im "echten Leben" an "echten Orten" treffen.
Nach dem Erfolg in den USA kommt Foursquare langsam auch nach Europa. In 13 europäischen Städten kann man den Dienst jetzt ausprobieren. 50 sind es weltweit. Tech-Blogger Pete Cashmore von Mashable ist sich ziemlich sicher: Next year's Twitter? It's Foursquare.
Etwas skeptischer sieht das Benedikt Köhler vom Strategieentwickler Ethority. Er trifft einen Punkt. Denn noch ist völlig unklar ob Foursquare ähnlich erfolgreich wird wie Twitter. Es gibt zahlreiche ähnliche Dienste im Web: A list of Location Based Social Networking sites. Sicher ist auf jeden Fall: Das Verorten von Daten und Informationen auf Karten (Location Based Services) wird definitv ein sehr großes Thema (The Next Big Thing) werden. Mit oder ohne Foursquare.
Marcus Bösch Fotos: Screenshot / Logo / ScreenshotP
Willkommen bei den BOBs – dem weltweit größten internationalen Award für Weblogs, Podcasts und Videoblogs. Seit den Anfängen in 2004 werden die BOBs in mittlerweile 11 Sprachen vergeben. Die BOBs sind sowohl ein Jury- als auch ein Abstimmungsaward: Die Gewinner werden durch die Entscheidung einer internationalen Jury von Bloggern und durch ein Voting entschieden.
About: Blogopedia
Die Blogopedia ist unser redaktionell betreutes internationales Weblogverzeichnis in 11 Sprachen. In der Blogopedia könnt Ihr Einträge nach kombinierbaren Kriterien wie Land, Sprache oder Typ durchsuchen. Oder Ihr könnt Euer Suchergebnis über die Auswahl unterschiedlicher Rubriken eingrenzen. Natürlich könnt Ihr in der Blogopedia auch Blogs, Podcasts und Videoblogs eintragen.
In Blogosphären um die Welt
Blogger aus acht verschiedenen Sprachräumen berichten über Charakteristika und Besonderheiten ihrer jeweiligen Blogosphäre - und mitunter auch über Einschränkungen durch staatliche Kontrolle.
Die neue Blogmap
Neu und in Farbe! Entdecke über die Karte Blogs in deiner Umgebung.